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26.10.2014
Kategorie: News
Von: Fartlek

Arne Gabius läuft sich in neue Dimensionen


Arne Gabius läuft sich in neue Dimensionen

Arne Gabius im Ziel beim Frankfurt Marathon

Hätte man vor einem Jahr eine Zeit von unter 2:10h in der Deutschen Marathonbestenliste an der Spitze gesehen, hätte man vermutlich auf einen Druckfehler geschlossen. Doch die heute aufgestellte 2:09:32h von Arne Gabius, sind alles andere als ein Zahlendreher. Mit dieser Hausmarke hat Arne “Ohne Bindestrich” Gabius nicht nur in Deutschland eine neue Hausmarke gesetzt, sondern darf sich mit seinem Debüt auch in Europa sehen lassen. Nur drei Deutsche waren bisher schneller als Arne, der heute in Frankfurt den steilsten Börseneinstieg der deutschen Marathongeschichte feiern durfte. Wie ein Uhrwerk lieferte der Arzt aus Tübingen seine Zwischenzeiten ab, kontrolliert und konzentriert vom ersten Schritt bis hinter die Ziellinie. Anfangs noch bis Kilometer 15 begleitet vom bisher schnellsten Deutschen über diese Distanz, Andre Pollmächer, wurde es zwischenzeitlich ein wenig licht um den Marathonneuling, der sich ab der Hälfte mehr und mehr Anschluss nach vorne verschaffen konnte. Ab Kilometer 30 gehörte das Rennen dann ganz ihm. Unter 30:30min für die 10km von Kilometer 30 zu 40 sprechen für sich. Auch die Betrachtung seiner beiden Hälften von 1:05:08h für die erste und 1:04:24h für die zweite Hälfte lassen nur erahnen, was wir in Zukunft noch von Arne Gabius erwarten dürfen. Und die nächste Ansage kommt, ganz bestimmt, spätestens wenn sich das Hallendach wieder über unseren Köpfen schließt. Dieser Marathon war erst der Anfang, doch jetzt heißt es erst einmal Urlaub und zwar in Florida.

Urlaub hat sich auch Julian Flügel verdient. Sein Debüt feierte der Regensburger bereits im Frühjahr in Hamburg und nach seiner 2:15er Zeit konnte er heute noch mal einen draufsetzen. 2:14:20h bedeuten neue persönliche Bestleistung und Platz 16 in Frankfurt. Lange waren er und Vereinskollege Phillip Pflieger gemeinsam auf Kurs unter 2:15h bis Debütant Pflieger dann doch abreißen lassen musste und leider das Rennen noch vor Kilometer 40 beendete.

Bei den Damen sorgte Mona Stockhecke für eine weitere Bestleistung. Frankfurt war in diesem Jahr bereits ihr dritter Start nach Frühjahr und Sommer in Zürich. Begleitet von Hindernisexperte Steffen Uliczka, der die Läuferin aus Hamburg bis an die Festhalle brachte, blieb am Ende die Uhr bei 2:33:50h für Mona Stockhecke stehen.

Das sich in der Deutschen Laufszene etwas bewegt, dürfte mittlerweile kein Geheimnis mehr sein. Anna Hahner liefert in Berlin ab, Arne Gabius knüpft in Frankfurt an. Und in diesem Sog lassen sich viele Athleten mitreißen. Die Zeit des Aufbruchs und des Umschwungs laufen bereits. Lassen wir uns überraschen, wer uns als nächstes überrascht.